Einzig und dr Andr
Mundart Lieder und Geschichten
Auf der Bühne stehen drei gestandene Typen, die mit wahlweise sehr kleinen Saiteninstrumenten musizieren, und das macht Eindruck. Sie wirken in ihrer Haltung immer ein bisschen dahergelaufen, man hört und sieht aber gerne zu und das macht den Charme der Sache aus.
Die Lieder, alles Eigenkompositionen, sind zeitweise traurig, zeitweise lustig und erhalten immer das Bild einer ziemlich heil gebliebenen Welt. Manchmal tun sie im Herzen weh, manchmal ist man peinlich berührt. Meist wirken sie einfach, fyyn und lyyslig und halten in einer Lichterketten-Ästhetik eine romantische Vorstellung von Liebe aufrecht.
Trotz der Selbstdeklaration als weitgehend erfolgloses Trio bricht gelegentlich etwas wie Rock`n`Roll als Mikroaggression aus den dreien heraus. Die «yeah, yeah`s» und «hey baby`s» brechen als leicht ironisches Gegenstück die grosse Sentimentalität, die sonst so unwiderruflich aufrechterhalten wird und gegen welche man sich auch nicht gross wehren kann und möchte.
Live Künstlerbörse#23